ADRIAN | MARC

 

 

 

 

 

MARC ADRIAN

Der Wiener Künstler Marc Adrian (1930–2008) gilt als Pionier auf vielen Gebieten der Gegenwartskunst und als Erfinder neuer Bildwelten. Nach einem Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Fritz Wotruba, sowie in Paris und Mailand, stand er zunächst der „Wiener Gruppe“ nahe. Um 1960 trat er als Protagonist der international aktiven Neo-Avantgarde in den Künstlervereinigungen ZERO, Neue Tendenzen und arte programmata in Erscheinung und wurde von Peter Weibel als „Vater der österreichischen Medienkunst“ bezeichnet. 1965 nahm er als einziger Österreicher an der bedeutenden Op-Art-Ausstellung „The Responsive Eye“ im New Yorker MoMA teil. Dort zeigte er eine seiner geometrisch-präzisen und visuell irritierenden „Hinterglasmontagen“, die ihn international bekannt machten. Diese Assemblagen fordern den Betrachter auf, aktiv seinen Standpunkt zu wechseln, um optische Veränderungen in den Werken zu sehen. Neben Partizipation sind Bewegung, Zeit und Regelhaftigkeit zentrale Elemente von Marc Adrians Kunst. Ausgangspunkte seines künstlerischen Schaffens waren Plastik, Malerei, Op-Art, Computerkunst und konkrete Poesie. Parallel dazu schuf Adrian eine Reihe von avantgardistischen Experimentalfilmen und zählte zu den Ersten, die den Computer als Medium einsetzten. Es gelang ihm nach dem Zweiten Weltkrieg ein künstlerischer Werdegang, der fachübergreifend sowohl auf dem Gebiet der Sprache als auch auf jenem der bildenden Kunst und des Experimentalfilms zukunftsweisende Werke hervorbrachte.

 

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